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Working MAMM: Pänz Wellkumme Gründerin Claire

Claire_Oberwinter

Kinder & Job vereinen, wie machst Du das? Das haben wir Claire Oberwinter gefragt, Gründerin der Internetseite Pänz Wellkumme, www.paenzwellkumme.de.

claire

 

 

1. Was machst Du gerade?

Sehr viel, fast schon zu viel. Ich bin selbstständig und habe dort zwei Standbeine: Ich bin freiberufliche Social Media Managerin und Beraterin und gleichzeitig Projektmanagerin der Plattform “Pänz wellkumme”. Diese Plattform habe ich im Rahmen meines Masterstudiums als Abschlussprojekt ins Leben gerufen. Dort geht es darum, die Kinderfreundlichkeit von bestimmten Orten in Köln zu bewerten. Denn mal ehrlich, es gibt ja immer noch viel zu wenige davon! Vielleicht schaffe ich ja mit der Plattform einen Anreiz für Restaurants, Geschäfte und Cafés, kinderfreundlicher zu werden. Das ist jedenfalls die Idee und Hoffnung, die auch hinter meinem Projekt steckt. Inzwischen gibt es auch einen Veranstaltungskalender und ich bin gerade dabei, einen Relaunch zu machen, da ich das derzeitige Design optimieren möchte ;). Es läuft langsam an und ich hoffe, dass mit Hilfe der Plattform alle Eltern aus Kölle sich gegenseitig das Leben erleichtern und wir so von einander lernen können. Denn wenn wir uns nicht gegenseitig helfen, wer denn dann? ;) Das Vermarktungskonzept ist da. Dann kam aber im November ein Jobangebot dazwischen. Eigentlich war ich nach meinem Masterabschluss vor einem Jahr auf der Suche nach Kunden und Aufträgen als Social Media Managerin. Dann bin ich auf meinen jetzigen Job gestoßen. Aus einer Freelancer-Stelle wurde dann plötzlich eine Festanstellung. Ich dachte mir da einfach “Ach komm, mach es einfach, du hast nichts zu verlieren.” Es gefällt mir inhaltlich und vom Unternehmen her auch sehr gut, aber mein Herz schlägt weiter für die Selbstständigkeit. Da bin ich natürlich auch flexibler, wenn die Kinder mal krank werden und ich kann von zu Hause arbeiten. Ich arbeite jetzt 30 Stunden / Woche (9 Uhr bis 15.30 Uhr) + Fahrtzeit, was nicht gerade wenig ist. Die Selbstständigkeit läuft weiter, aber mit Zwillingen zu Hause bleibt dafür natürlich weniger Zeit. Ich bin also alles in allem gut beschäftigt ;).

2. Wie bist Du dazu gekommen?
Ich bin lange in meinem Leben hin und her geeiert, bis ich den Job gefunden habe, der mir wirklich Spaß macht. Ich arbeite gerne im Social Media Bereich, weil ich es immer wieder spannend finde, was dort alles passiert und mit welchen interessanten Menschen man dort in Kontakt kommt. Die Idee zu Pänz Wellkumme ist im Rahmen meiner Masterarbeit entstanden. Alles Andere war aber eher Zufall, vor allem meine derzeitige Festanstellung. Dass alles nun parallel läuft, war so eigentlich nicht geplant. Aber auch das wird sich in absehbarer Zeit wohl wieder ändern.

3. Wie sieht Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
Wenn mich die Kinder nicht schon vorher wach gemacht haben, stehe ich gegen 6.30 Uhr auf, mache mich für die Arbeit fertig, frühstücke und ziehe die Kinder für die Kita um bzw. das machen sie inzwischen weitgehend selber. Dann fahre ich sie in die Kita und fahre gleich weiter zur Arbeit. In meinem Hauptjob betreue ich die Facebook-Seiten für Deutschland, Österreich und der Schweiz, die jeweiligen Youtube-Kanäle und den dt. Twitter-Kanal für einen Automobilhersteller. Ich kümmere mich also vor allem um die redaktionelle Arbeit, schreibe die Posts und suche passende Bilder raus. Mein Mann holt die Kinder aus der Kita ab, so dass ich nachmittags recht stressfrei Feierabend machen kann, ohne mich hetzen zu müssen. Abends, wenn ich mich dann um meine Selbstständigkeit kümmere, mache ich das, was gerade anfällt bzw. was ich gerade schaffen kann. Dadurch, dass ich das derzeit nur nebenberuflich mache, kriege ich da natürlich nicht ganz so viel geschafft bzw. läuft alles etwas langsamer. Spaß macht es aber trotzdem sehr! 

 

4. Job und Kind - wie klappt das?

Nur mit einem Vollzeitplatz in einer guten Kita und Schwiegereltern in der Nähe, die zumindest ab und an mal einspringen können. VOR ALLEM aber: durch einen Mann, der genauso viel Engagement zeigt und Verantwortung übernimmt wie ich und der nachmittags die Kinder aus der Kita holt, wenn ich sie schon morgens hinbringe (was aber ehrlicherweise auch nur deshalb geht, weil seine Arbeitszeiten anders sind als bei den meisten anderen).

Wenn die Kinder mal krank sind, teilen mein Mann und ich uns das meist auf bzw. fragen meine Schwiegereltern, ob sie einspringen können. Wir schauen immer, wer gerade am ehesten von uns Termine schieben kann und entscheiden anhand dessen, wer sich wann um das/die kranke(n) Kind(er) kümmert.

 

5. Zukunftspläne?
Meine Zukunftspläne sehen ganz klar vor, dass ich wieder vollständig selbstständig arbeite, dort aber auch zweigleisig mit meiner Social Media Beratung auf der einen und Pänz wellkumme auf der anderen Seite. Letzteres ist bisher eher ein Hobby, da ich noch keinen Cent damit verdient habe. Ein Vermarktungskonzept liegt in der Schublade, aber die Zeit lässt es derzeit nicht zu, dass ich es auch umsetzen kann. Aber das soll sich bald wieder ändern „smile“-Emoticon

 

 

Und privat?

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Mit freier Zeit, die nur mir gehört, sei es beim Yoga, beim Laufen, beim Bloggen oder bei meinem neuen Hobby, dem Nähen.

am liebsten

Ehrlich gesagt genieße ich es gerade sehr, dass meine Beiden im Moment viel für sich spielen und ich nicht ständig parat sein muss. Nichtdestotrotz liebe ich es, mit ihnen zu kuscheln, Bücher zu lesen, zu toben oder auch mit ihnen die eine oder andere Folge von Shaun das Schaf zu schauen.

 

Lieblingsort

Mein Lieblingsort in Köln ist eindeutig das “Royal Cupcakes” (http://www.royalcupcakes.de/). Das ist ein kleines Café in der Innenstadt, wo es grandiose Cupcakes und ein tolles, britisches Ambiente gibt. Ich bin zwar eher selten da, aber wenn, genieße ich es in vollen Zügen! Da fällt mir ein, dass es mal wieder Zeit wäre, dort einen leckeren Cupcake zu essen und, ganz britisch, einen schwarzen Tee mit Milch zu trinken.

 

Herzlichen Dank Claire für diesen privaten Einblick, sehr spannend und inspirierend. Weiterhin viel Erfolg!