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Das erste Mal

ultraschall

Das erste Mal ist immer etwas ganz Besonderes, vor allem im Rückblick. Unerfahren und gespannt begegnen wir dieser neuen Lebensphase, die nicht selten alles verändern wird. Am Anfang war das Ei … und dann kamen die Fragen, die Ängste und das Wunder des neuen Lebens.

 

Es beginnt meist schon mit dem positiven Schwangerschafts-Test. Spätestens ab dem Moment, in dem Du den Mutterpass überreicht bekommst, wächst es unaufhaltsam, Tag für das Tag: das Gefühl von Verantwortung. Auf einmal bist Du zu zweit und Mini im Bauch nimmt immer mehr Raum ein, in Deinem Körper und Deinen Gedanken. Bald spürst Du den ersten Tritt, die erste Berührung von innen. Eine ganz besonderer Moment. Da ist ja wirklich jemand drin. Wahnsinn! Das Böhnchen entwickelt sich zum kleinen Unterseemonster, das Deine Gedärme durchwühlt, während es Deinen Bauch erkundet, ein sehr seltsames Gefühl. Es ist wach, wenn MAMM schlafen will oder sich auf die Arbeit konzentrieren muss. So beginnt das Mamasein ….

Wir blicken beide auf zwei Schwangerschaften zurück. Von geplant, ungeplant, lang ersehnt bis ganz schnell, alles war dabei. Keine Beschwerden, über drohende Fehlgeburt bis zur Fatigue, schlank geblieben, fett geworden, sich schön und furchtbar fühlen, auch da kam Einiges zusammen. Jede Schwangerschaft ist anders und hat ihre eigenen Höhen und Tiefen. Begleitet waren sie beim ersten Mal von viele Fragen und einigen Ängsten. Was darf ich Essen? Worauf muss ich achten? Welche Untersuchungen soll ich machen? Schaffe ich das alles? Schaffen wir das als Paar? Bekomme ich einen Kita-Platz? Werde ich wieder meinen alten Job machen können? Was mache ich nach der Elternzeit? Tausend Fragen, viel Ungewisses, Neues, Anstrengendes und Wunderschönes warten auf Dich!

 

Baby

Was haben wir aus dieser Zeit gelernt?

1. Sich nicht verrückt machen (lassen)! Überall bekommt MAMM gewollt oder ungewollt Informationen & Tipps, die dann wieder verunsichern oder vielleicht sogar nerven. Hör auf Dich selbst, Deinen Körper und eine Vertraute. Wenn Du unsicher bist, oder es Dir nicht gut geht, fragt Deine Frauenärztin. Surfe nicht zu viel im Netz, das macht nur noch verrückter!

2. Tu was für Dich! Versuche Dich zu entspannen und Dir Zeit für Dich zu nehmen. Das hilft auch Baby. Keine Panik, wenn das nicht so recht klappt, zwischen Meeting- und Abgabedruck. Nur weil Du in der Schwangerschaft viel Stress hattest, muss nicht gleich ein Schreikind rauskommen. Bei mir ergab die stressigere Schwangerschaft das entspanntere Kind! Aber wer schon vor der Geburt gut für sich sorgen kann, der steht Durststrecken und schwierige Phasen am Ende besser durch. Genieß die einfachen Dinge: In Ruhe Anziehen, Arbeiten, Essen, Einkaufen, Kochen, Sex haben, ungestörtes Ein-, Durch und Ausschlafen! Denn bald wird Mini rund um die Uhr Deine Aufmerksamkeit und Fürsorge brauchen …

3. Bleib aktiv. Denn körperlich fit zu sein, hilft während der Schwangerschaft und unter der Geburt. Also bewege Dich – gemächlich für Anfänger, im altem Tempo für gewohnte Sportler!

4. Netzwerke für Dein neues Leben! Als Mama beschäftigen einen Fragen, die Freundinnen ohne Kinder nur begrenzt nachvollziehen können. In Geburtsvorbereitungskursen oder beim Schwangerschaftsyoga lernst Du Gleichgesinnte kennen und knüpfst erste Kontakte. Sie werden wichtige Leidensgenossinnen! Wer das versäumt hat, holt es einfach in Rückbildungskursen, Pekip- oder Krabbelgruppen nach.

5. Genieße das Wunder, das behütet in Dir wächst! Es ist immer wieder schneller vorbei als Du denkst. Dann wartet das Familienleben auf Dich & Mini, mit allem was dazu gehört.

Viel Glück!